Brigitte Herrmann

Pfarrerin

„Gemeinsam Gottesdienste feiern und Kraft tanken, mit einander ins Gespräch kommen und vom Glauben erzählen, Ökumene und Christsein leben, ist mir besonders wichtig geworden.“
Mein Name ist Brigitte Herrmann, ich bin 34 Jahre alt. Mit meinem Mann und unserer kleinen Tochter wohne ich in Zähringen, einen Steinwurf vom Thomasareal entfernt.Am 15. März habe ich meinen Dienst als Pfarrerin in der Pfarrgemeinde Nord begonnen –mit einer halben Stelle, aber mit ganzem Herzen. Ich freue mich, dass Kim Thiem, Pfarrerin im Probedienst, die anderen 50% übernimmt.Einige von Ihnen durfte ich schonkennenlernen: von 2011 bis 2013 habe ich mein Lehrvikariat in der Pfarrgemeinde Nord bei Friederike Folkers absolviert. Nun kehre ich in die Gemeinde zurück: mit großer Vorfreude und um einige Erfahrungen reicher. Nach dem Lehrvikariat war ich für zwei Jahre als Pfarrerin im Probedienst tätig: erst in der Ev. Versöhnungsgemeinde Stegen, mit Buchenbach, St. Peter und St. Märgen, dann in der Ev. Kirchengemeinde Bötzingen mit Gottenheim. Aufgewachsen bin ich in Kandern und am Bodensee. Nach einem Freiwilligendienst in einem Kinderdorf in Brasilien habe ich in Leipzig, Halle und Heidelberg Theologie studiert. Höhepunkt meines Studiums war ein Auslandsjahr in Costa Rica, in dem ich mich mit lateinamerikanischer Theologie der Befreiung beschäftigt habe. Besonders beeindruckt hat mich die Arbeit der lutherischen Kirche in Costa Rica, die sich konsequent denen zuwendet, die am Rande der Gesellschaft stehen. Die Frage, wie wir eine Welt bekommen, in der alle einen Platz finden, beschäftigt mich seit dieser Erfahrungnoch mehr.Als Pfarrerin ist es mir ein großes Anliegen, die Herausforderungen unserer Zeit in den Blick zu nehmen. Ich denke hier an das Erstarken des Rechtspopulismus, an die Zunahme von Hasskriminalität, an die Folgen des Klimawandels, an die Integration von Menschen anderer Herkunft. Der Auftrag Jesu aus der Bergpredigt, Salz der Erde und Licht der Welt zu sein, richtet sich nach meinem Verständnis auch an uns heute. Wie kann das aussehen? Was bedeutet das für uns und unser Leben? Darüber möchte ichmit Ihnen zusammen nachdenken und nach Antworten suchen.Ich freue mich darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, Ihre Brigitte Herrmann... und ein Blick in die Zukunft:Liebe Gemeinde, bestimmt hat es sich schon herumgesprochen und es ist auch nicht mehr zu übersehen: mein Mann und ich erwarten im Juli ein zweites Kind. Am 12. Juni beginnt die gesetzliche Mutterschutzfrist. Nach dem Mutterschutz möchte ich mich im kleinen Rahmen ehrenamtlich wieder in die Gemeindearbeit einbringen und dann in den ersten Monaten des Jahres 2019 mit einem kleinen Deputat wieder einsteigen.Der Evangelische Oberkirchenrat ist wegen einer Vertretungslösung angefragt.Für Ihre Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung –und bedanke mich im Voraus für Ihr Verständnis.